Aufruf an die Teltower Stadtgesellschaft

In vielen Teilen unseres Landes sehen wir, dass bei sogenannten "Spaziergängen" Menschen unterwegs sind, die gegen die Corona-Maßnahmen im Land oder im Bund demonstrieren. Diese Taktik der "Spaziergänge" wird dabei bewusst genutzt und Demonstrationen werden nicht angemeldet. Dabei trifft sich eine sehr heterogene Menge an Menschen zu diesen Protesten. Von Menschen, die einfach Angst vor den Impfungen haben bis hin zu gestandenen Neonazis ist alles dabei - die Übergänge sind leider manchmal auch fließend. Im Dezember hat es auch in Teltow begonnen, dass zu solchen Spaziergängen aufgerufen wird. Immer montags.

Am vergangenen Montag (03.01.2022) hat sich das erste mal eine kleine Gruppe von Genossinnen und Genossen und anderen Vertreter:innen demokratischer Parteien in Teltow öffentlich - friedlich und freundlich, mit Plakaten - ebenfalls in die Innenstadt gestellt um zu zeigen, dass diese Corona-Leugner bis Neonazis nicht die alleinige Stimme aus Teltow sind oder sogar eine Mehrheit wären.

Diesen Gegenprotest wollen wir in der kommenden Woche erneuern und - ebenso friedlich und still, ohne Parolen und Gebrüll - wieder zeigen, dass die Teltower Stadtgesellschaft nicht mehrheitlich aus Impfgegnern und Corona-Leugnern, sondern aus verantwortungsbewussten und solidarischen Menschen besteht. Es werden sicherlich unterschiedliche Meinungen über die Wirkungsweise und Sinnhaftigkeit der verschiedenen Schutzmaßnahmen dabei sein, aber alle eint, dass sie Schutzmaßnahmen und Einschränkungen zur Bekämpfung dieser weltumspannenden Pandemie befürworten.

Daher rufen wir euch auf am Montag, 10. Januar um 17:30 Uhr zum Marktplatz zu kommen. Wir treffen uns vor dem Standesamt und wollen mit selbstgebastelten Schildern eine Gegenstimme zu den Corona-Leugnern bilden. Schilder werden von uns zur Verfügung gestellt.