Lebensnahe Politik am Frauentag

Der Frauentag 2022 wurde vom SPD-Ortsverein Teltow genutzt, um Frauen zu Wort kommen zu lassen – und ihnen Gehör zu schenken.

Nachdem wir im Vorfeld zu vielen Gelegenheiten - bei der AWO, der MädchenZukunftsWerkstatt, am Philantow, auf dem Rewe-Parkplatz und im Freundeskreis - über das Sicherheitsgefühl von Mädchen, Frauen und anderen oft bedrängten Verkehrsteilnehmern gesprochen haben, trafen wir uns am 8. März um 18 Uhr, um uns die „dunklen Ecken“ in Teltow anzuschauen.

Unser Ziel war und ist, herauszufinden, was wir konkret tun können, damit sich die Menschen sicherer in ihrer und unserer Stadt fühlen.

Unser Fahrradkorso – bestehend aus gut einem Dutzend interessierten Männern und Frauen (Titelbild) – machte sich mit Sonnenuntergang auf den Weg. Es war gut und wichtig, dass wir nicht nur von unserem Landtagsabgeordneten Sebastian Rüter, sondern auch von dem Sozialraumkoordinator der Stadt Teltow, Marcel Hochmal, und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Teltow, Janin Färber, begleitet wurden. So war sichergestellt, dass wir unsere Beobachtungen unmittelbar vor Ort mit den richtigen Ansprechpartnern teilen konnten.

Nachdem wir uns am S-Bahnhof Teltow getroffen haben, sind wir zunächst den Weg abgefahren, den viele Frauen, die nach Berlin pendeln, abends nehmen müssen: zu Fuß zum Park&Ride-Parkplatz. Wir waren überrascht, wie weit der Weg ist – vor allem, wenn wegen der Anwohner:innen aus der Albert-Wiebach-Straße auf dem Park&Ride-Parkplatz sehr weit hinten geparkt werden muss – und wie schlecht die Strecke für Fussgänger:innen ausgeleuchtet ist.

Die zweite Station war die Verbindung vom Netto-Parkplatz hinter dem S-Bahnhof zum Mühlenkiez. Hier ist weniger die Dunkelheit ein Problem als vielmehr der schlechte bauliche Zustand des Gehweges, der viele Stolpergefahren aufweist.

Stolpergefahren sind offensichtlich!

Beide „Angst-Räume“ werden verbunden durch den Ahlener Platz, der wenig Lust zum Verweilen macht. Es ist zu beobachten, dass die genannten Orte nur „Wege“, aber keine „Ziele“ sind.

Über diesen Punkt wollen wir uns Gedanken machen und mit den Verantwortlichen in der Stadt im Gespräch zu möglichen Verbesserungen bleiben.

Zum Abschluss haben wir die Jahnstraße noch einmal genauer angeschaut: Bibliothek und der Sportplatzes ziehen viele Kinder, Jugendliche und Frauen an. Diese Tatsache ist städtebaulich nicht ausreichend berücksichtigt: die Straße ist insgesamt schlecht ausgeleuchtet. Für die Fussgänger:innen auf der westlichen Straßenseite gibt es keine Beleuchtung, weil die Straßenlaternen auf der Ostseite (z.T. ganz ohne Gehweg) stehen und so lediglich die Fahrbahn beleuchten.

Jahnstraße nur auf der "falschen" Seite beleuchtet!

Eventuell bietet hier die Bebauung des Grundstücks Jahnstraße/Zeppelinufer die Möglichkeit, auch in der Jahnstraße Veränderungen zum Vorteil von Fussgänger:innen und Radfahrer:innen herbeizuführen.

Wir werden die kommenden Monate sowohl die Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung als auch übergeordnete Gremien wie die Sozialraumkonferenz o.ä. nutzen, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen und Abhilfe zu schaffen.

Weitere Radtouren dieser Art sind geplant. Sprechen Sie uns an, wenn Ihnen dazu ein Ort auffällt!